30.03.2004: Presseinformation

Die Zukunft ist dreidimensional:

MECADTRON bringt mit "NEXTRA" ein neues 3D-ECAD-System auf den Markt

In der mechanischen Konstruktion sind dreidimensionale CAD-Systeme seit mehr als 15 Jahren auf dem Markt und mittlerweile längst Standard. Anders in der Elektronik: Hier findet die Konstruktionsarbeit nach wie vor mit zweidimensionalen ECAD-Systemen statt - obwohl die Miniaturisierung vieler Geräte dazu führt, dass mechanisches und elektronisches Design immer enger zusammenhängen. Jetzt hat die MECADTRON GmbH aus Nürnberg ein neues 3D-ECAD-System auf den Markt gebracht und damit die Verbindung zweier Welten hergestellt. Die einfache Handhabung sowie die Zeit- und Kostenersparnis in der Konstruktion machen die Software zu einer echten Alternative.

Konsumgüter, Produktionsanlagen, Fahrzeuge - nahezu alle Produkte werden mit immer mehr Funktionalitäten versehen, werden immer intelligenter, anwenderfreundlicher und in vielen Bereichen auch immer kleiner und leichter. Der Elektronikanteil wird immer höher, die Elektronik selbst wird immer dichter gepackt. Gleichzeitig werden Aspekte wie Umweltfreundlichkeit, Recyclingfähigkeit, Strahlungsresistenz und natürlich auch das Design eines Produktes immer wichtiger und beeinflussen die Konstruktionsarbeit.
In der mechanischen Konstruktion sind dreidimensionale CAD-Systeme seit mehr als 15 Jahren auf dem Markt und mittlerweile längst Standard. Mit Hilfe dieser Konstruktionssoftware lassen sich immer komplexere und kleinere Produkte entwerfen. Die Elektronik jedoch, die in diesen Produkten untergebracht werden soll, wird nach wie vor mit zweidimensionalen CAD-Systemen entworfen. Die Folge: Zweidimensional konstruierte Leiterplatten werden in das MCAD-System importiert, dort auf Kollisionen überprüft, diese gegebenenfalls korrigiert und zur erneuten Bearbeitung an das ECAD-System zurückgegeben. Ist dieses Verfahren schon bei starren Leiterplatten aufwendig, so gilt dies erst recht für flexible Boards, bei denen deutlich höhere Anforderungen an die geometrischen Eigenschaften gestellt werden. Dreidimensionale spritzgegossenen Schaltungsträger (3D Molded Interconnect Devices, 3D MID) können auf diese Weise überhaupt nicht wirtschaftlich konstruiert werden.

Hier setzt die MECADTRON GmbH an. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt modulare Softwaresysteme für die Leiterplatten-Konstruktion im dreidimensionalen Raum. Mit dem ECAD-System "NEXTRA" stellt MECADTRON dem Markt ein CAD-System zur Verfügung, das erstmals die beiden Konstruktionswelten der Mechanik und der Elektronik integriert. Anders als Kopplungen, die eine mehr oder weniger leistungsfähige Verbindung zwischen ECAD- und MCAD-Software herstellen, integriert MECADTRON die Funktionalitäten von Mechanik- und Elektronik-CAD-Systemen in einem System. Dadurch können die Funktionalitäten beider Anwendungsbereiche ohne Einschränkungen auf ein CAD-Modell angewandt werden. Die beiden Teilmodelle - 3D-Geometrie und elektronisches Modell - sind dabei absolut gleichwertig. Auf diese Weise kann ein exaktes, dreidimensionales elektronisches Modell eines Produktes erzeugt werden, das dann für konstruktive, analytische und fertigungsrelevante Untersuchungen genutzt werden kann.

Dr. Thomas Krebs, Geschäftsführer der MECADTRON GmbH und Mitentwickler von NEXTRA hat den Nutzen für potentielle Anwender im Blick: "Aus den zahlreichen Schritten, die bislang für die Konstruktion einer Leiterplatte und ihre Integration in den mechanischen Kontext nötig waren, wird ein einziger: NEXTRA macht es endlich möglich, mit sämtlichen Konstruktionselementen vollständig in einer dreidimensionalen Umgebung zu arbeiten. Dadurch ergeben sich bislang ungeahnte Synergieeffekte und ein enormes Einsparungspotential." Die erweiterte Funktionalität von NEXTRA bringt bereits für den Konstruktionsprozess handfeste Vorteile: Kollisionen und Layoutfehler lassen sich von Anfang an vermeiden, eine optimierte Konstruktionsarbeit führt direkt zu einer verbesserten Produktqualität. Aus der Zeitersparnis in der Konstruktion resultieren dementsprechend kürzere Entwicklungszyklen, ein verkürztes time-to-market und nicht zuletzt die Senkung der Entwicklungskosten. Krebs: "Jeder Entwickler, dem ich NEXTRA vorstelle, bekommt erst ganz große Augen und erklärt mir dann, dass er genau darauf seit Jahren wartet."
Mit NEXTRA kann der bislang übliche EDA-Prozess um umfassende und ausgereifte Funktionalitäten für das 3D-Layout erweitert werden. Dem Konstrukteur stehen mit NEXTRA alle Funktionalitäten zur Verfügung, die er aus der zweidimensionalen Leiterplattenkonstruktion kennt: Boardgenerierung, Auswahl und Platzierung der Bauelemente mit Hilfe integrierter und externer Bauteil-Bibliotheken, Entflechtung und Design Rule Checks, Visualisierung, Modellierung und Generierung der Fertigungsdaten. Damit empfiehlt sich NEXTRA für alle Einsatzgebiete, in denen an die Konstruktion der elektronischen Schaltungsträger hohe geometrische Anforderungen gestellt werden wie beispielsweise bei
- Miniaturisierungen
- flexiblen Leiterplatten
- spritzgegossenen Schaltungsträgern

Doch auch die Arbeit an konventionellen, planaren Leiterplatten, die in räumlich unkritischen Bereichen zum Einsatz kommen, wird durch die dreidimensionale Darstellung der Leiterplatten und die intuitive Benutzerführung von NEXTRA rationalisiert. Insbesondere die Arbeit mit einer hohen Anzahl von Lagen wird durch die Funktionalitäten von NEXTRA deutlich vereinfacht, da die exakte dreidimensionale Gestalt aller Lagen zum Aufbau der Leiterplatte berücksichtigt wird. Dabei ist es völlig unerheblich, welche Bauelemente-Technologie (oberflächenkontaktiert/THT oder durchkontaktiert/SMT) zum Einsatz kommt.

NEXTRA von MECADTRON kann selbst in bereits laufenden Entwicklungsprozessen eingesetzt werden, da die Software sich nahtlos in die führenden E- und MCAD-Programme integrieren lässt. Die Anbindung an die EDA-Systeme von Mentor Graphics, Cadence und Zuken erfolgt über Schnittstellen für Netzliste, Bibliothek, Autorouter, Autoplacer und 2D-Systeme. Die Integration in die mechanischen CAD-Systeme wie etwa Catia, ProEngineer, Unigraphics, SolidWorks, IGES und STEP erfolgt ebenfalls über systemspezifische oder offene Schnittstellen. Bestehende Entwicklungsumgebungen lassen sich so unkompliziert um die Funktionalitäten des neuen 3D-ECAD-Systems erweitern.

Die MECADTRON GmbH, Nürnberg entwickelt und vertreibt modulare Softwaresysteme für die dreidimensionale CAD-Konstruktion elektromechanischer Produkte. MECADTRON hat ihre Wurzeln in der universitären Forschung. Sie führte den dort entwickelten und in der Praxis optimierten Ansatz der 3D-ECAD-Software zur Produktreife. MECADTRON betreibt kontinuierliche Weiterentwicklung und stellt dem Markt ausgereifte Softwaresysteme sowie umfassende Serviceleistungen zur Verfügung.

Pressekontakt
MECADTRON GmbH
Öffentlichkeitsarbeit
Nürbanum, Gebäude N
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90461 Nürnberg

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